Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) Paderborn, 08. bis 10. November 2017

 

Tool-Vendor-Project

Das Tool-Vendor-Project für den TdSE2016

Es gibt in den letzten Jahren immer mehr Werkzeuge, die sich mit Systems Engineering als Ganzes oder mit Elementen beschäftigen. Einige fokussieren auf die modellbasierte Umsetzung und andere integrieren Aspekte des SE in der PLM Werkzeugwelt. Damit alle Teilnehmer, ob Anfänger oder Experten, einen Einblick in die neusten Möglichkeiten und Innovationen bekommen und die Ausrichtungen der einzelnen Anbieter besser verstehen können, bieten wir ein Tool-Vendor-Project (TVP) an.

Ziel des TVP ist: Die Hersteller der Werkzeuge sollen anhand eines definierten Beispiels ihren Ansatz, Schwerpunkte und Lösungen und ihr Verständnis von SE präsentieren und auf der Ausstellungsfläche und dem Vendoren-Marktplatz für weitere Diskussionen den Teilnehmern zur Verfügung stellen. Dieses soll auch eine Plattform für einen vereinfachten Transfer in die wahren Probleme und Herausforderungen der Teilnehmer bieten.

Best-Practice Demonstration von Werkzeugherstellern der vergangenen Jahre im Bereich

  • SE im PLM Umfeld
  • Modellbasierte SE Lösungen

Jeder Hersteller soll an seinen Stand ein Modell des Projekts haben – so sind weitere Diskussionen möglich – bspw. nach dem 2 Stunden-Slot am Tutorial Tag. Dann können Sie während der Konferenz eine Zusammenfassung und Kurzdemonstration des TVP präsentieren.

Das TVP richtet sich an Softwarehersteller, die die Möglichkeiten ihrer Werkzeuge an einem vergleichbaren Beispiel demonstrieren und neue und innovative Schritte erläutern wollen.

Für die Ergebnisse des TVP gilt:

  • Die finale Präsentation muss freigegeben sein und zum Download verfügbar gemacht werden.
  • Auch das erstellte Modell in Ihrer Software sollte idealerweise öffentlich zugänglich gemacht werden.
  • Es gibt keine Beschränkungen, wie viele Personen an der Lösung der Aufgabe mithelfen. Die Präsentation ist auf maximal 2 Personen beschränkt – was auch den inkludierten Karten im Paket entspricht. Weitere Karten können erworben werden.

Nutzen für die teilnehmenden Firmen im Detail

Durch das Format TVP bringt die GfSE erfahrene Systems Engineers und Werkzeug-Experten mit Ihrer SW-Expertise zusammen. Das ermöglicht fruchtbare Diskussionen zwischen Anwendern und Anbietern von Werkzeugen. Der bilaterale Austausch ist Basis für die Weiterentwicklung der anwenderseitigen SE-Kompetenz, bietet aber Ihnen als Tool-Vendor insb. einen neuen Ausgangspunkt für die methodische Weiterentwicklung Ihrer Werkzeuge. Die aufgabenbezogene Werkzeug-Präsentation bietet zudem ein neutrales Benchmarking für alle Beteiligten.

  • Mögliche Anwender lernen die Funktionalität Ihres Werkzeugs durch Vorführung eines einheitlichen Anwendungsfalls kennen
  • Mögliche Anwender erkennen den Nutzen Ihres Werkzeugs durch individuelle Beratung auf dem Marktplatz
  • Sie erhalten Zugang zu SE-Experten verschiedener Branchen und auch SE-Neulingen und lernen so die Anwender besser zu verstehen.
  • Sie treffen auf Entscheider aus den Unternehmen und verstehen Ihre Entscheidungsgrundlagen
  • Sie knüpfen neue Kontakte für die Methodenentwicklung zu Hochschulen
  • Sie integrieren sich ins Netzwerk der GfSE und ziehen so kontinuierlich Impulse für Ihre Geschäftstätigkeit
  • Sie erhalten eine neutrale, offene Rückmeldung und ein Benchmarking Ihres Produkts im Vergleich zum Wettbewerb

Ihr Beitrag

  • Im Rahmen der Teilnahme am TVP erklären Sie sich einverstanden, eine für alle Teilnehmer einheitliche Aufgabenstellung mit Ihrem Software-Werkzeug zu lösen und die Lösung der Aufgabe im Rahmen des TdSE zu präsentieren und zu diskutieren. Eine Kurz-Dokumentation wird von Ihnen zur Verfügung gestellt.

Zeitablauf:

  • Verkündung des Aufgabengabenschwerpunkts für das TVP: Anfang Juli 2016
  • Nach der Veröffentlichung der zusätzlichen Informationen können von den Herstellern Fragen gestellt werden, die neutral mit Antwort auf der Homepage veröffentlicht werden.
  • TVP Präsentation auf dem Vendor Marktplatz des TdSE 2016 und der Fragerunde imr TVP Summary
  • PDF und Präsentation werden nach dem TdSE öffentlich zur Verfügung gestellt, Modell idealerweise auch.

Erweiterung der Aufgabenstellung für 2016:

Der Fokus liegt auf verteiltes Arbeiten und Engineering Analytics in der Entwicklung:

Das Entwicklungsteam wird auf mehrere Nationen aufgeteilt. Dabei wird das Gesamtsystem und damit die Entwicklung und Integration in Deutschland verantwortet. Die einzelnen Teilsysteme werden in China, Indien und den USA entwickelt, gefertigt, montiert und getestet. Die Teams bestehen mindestens aus dem Projektleiter, Systems Engineer, Designer/Konstrukteur, Statiker, Thermal, Sicherheitsexperten/In, Fertigung/Industrial Engineering, Einkauf und Qualitätssicherung. Weisen Sie den einzelnen Nationen Sub-Systeme aus der bisherigen Architektur zu. Die Frontplatte mit dem Design wird in der Schweiz bei einem Lieferanten als „Buy-Entscheidung“ designed und gefertigt. Die Brüheinheit zum Aufheizen des Wassers soll alternativ von einem Lieferanten aus Sydney (Australien) kommen. Hierzu sollte aus Projektsicht ein Trade-off mit allen Projektrisiken abgeschätzt und eine Entscheidung herbeigeführt werden, als auch die FMEA (Design-, Prozess- oder in Anlehnung auch die FuSi auf Basis der Automotiv Sicht) für das Brüh- und Ausgabesystem, welches momentan ohne Eingriffsschutz ausgestattet ist. Fügen Sie die Anforderungen hinzu und analysieren Sie den Einfluss auf das Gesamtsystem. Das Brühsystem aus Australien hat 110V als Hauptspannung und unterliegt bisher nur den australischen Gesetzen. Eine CE Zertifizierung für das Brühsystem liegt nicht vor. Zudem sollte der Projektleiter verschiedene in einem Projekt übliche Auswertungen auf Basis Ihres Modell durchführen.

Optional: Zeigen Sie, wie Daten identifiziert und als wichtig und hilfreich in den einzelnen Standorten erkannt werden können. (Ist ein Kabel ein Kabel und es gibt das Kabel 2 mal oder eindeutig als Kabel …)

Die bisherigen Anforderungen:

Der Kaffeeautomat am Flughafenterminal:

Mission: Mehrere Kaffeesorten (mit unterschiedlichen Zutaten) nach Bezahlung zur Verfügung stellen

Umgebung:

  • Maschine steht in einem Raum
    • Die Temperatur beträgt mindestens 15°C
    • Die Temperatur beträgt maximal 30°C
    • Die Luftfeuchtigkeit ist zwischen 40 und 60 % rel. Luftfeuchte
    • Der Zugang zur Montage ist sehr gut möglich, der schmalste Durchgang ist eine Flügeltür (Breite: 2m; Höhe 2,20m)
    • Es gibt Fenster
    • Es gibt künstliche Lichtquellen
  • Der Wasserdruck ist max. 3,5 bar
  • Der Stromanschluss entspricht deutschem Standard
  • Die Maschine steht immer neben einem Imbiss vom Flughafenbetreiber für Strom und Wasseranschluss
  • Die Maschinen stehen vor und hinter der Security als auch in den Kantinen
  • Die Betriebszeiten des Flughafen sind von 6 bis 23 Uhr
  • Ein Zugang zu den Maschinen ist nur während der Betriebszeiten möglich
  • Ein LAN Anschluss kann gelegt werden

Potentielle Stakeholder:

  • Angestellte und Mitarbeiter vom Flughafen/Security etc
  • Passagiere
  • Wartungsbetriebe
  • Verwaltung vom Flughafen als Betreiber „Flyport“ (Wirtschaftsabteilung)
  • Gesundheitsamt
  • Mitarbeiter von Geldtransporten
  • Gesundheitsamt

Kundenwünsche:

  • Ich will meinen eigenen Kaffeebecher (0,25l) mitbringen
  • Ich möchte Frischmilch
  • Die Stellfläche darf maximal 1,5 qm groß sein
  • Das Gerät muss den Hygiene Anforderungen entsprechen
  • Die Geräte müssen nach 1 Jahr wirtschaftlich arbeiten
  • Die Ausfallrate darf nicht höher sein als 1 mal im Monat für max. 1 Stunde
  • Das Geld (EURO) muss sicher verwahrt werden
  • Ich möchte mit EC Karte bezahlen können
  • Ich möchte mit Kreditkarte bezahlen können
  • Das Gerät muss Geldscheine bis 10 Euro annehmen können
  • Die Bedienung muss für alle Reisenden und Mitarbeiter schnell und einfach zu bedienen sein.
  • Ich will H-Milch
  • Der Kaffee muss frisch gemahlen werden.
  • Das Frontdesign soll in einem Kaffeebraunton mit Bilder sein
  • Der Kaffee muss heißer sein als 80°C, wenn er fertig in den Becher fließt
  • Der Kaffee darf nicht heißer sein als 86°C, wenn er in den Becher fließt
  • Die Maschine sollte nur einmal am Tag gefüllt und gewartet werden
  • Die Wartung darf nicht länger als 30 Minuten dauern
  • Die Maschine kann stromsparend arbeiten
  • Das Gerät soll sicher gegenüber Verletzungen sein

Das Gerät soll danach auch noch in den neugegründeten Lounges von einigen Fluglinien aufgestellt werden. Diese Lounges sind für Gäste aus der Flexible-Eco Klasse gedacht, die freie Sitzplatzwahl und einen eigenen Warteraum haben, in dem die Getränke aber etwas kosten. Somit sollen die Designs an die Farben der Fluglinie angepasst werden. Momentan sind hier im Frontdesign Varianten von Blau, Gelb, Rot und Rot/Weiss angedacht.

Welchen Einfluss hätte es auf die Maschine, wenn diese in Zukunft in Indien bei einer erhöhten Luftfeuchtigkeit von 90% aufgestellt würde? Weitere Länder sind angefragt.

Feste Aufgaben:

  • Stellen Sie Ihr System mit den Systemgrenzen dar, inkl. das operationelle und Wartungskonzept
  • Demonstrieren Sie den Umgang mit Anforderungen bis zur System-Spezifikation und der Funktionsanalyse auf Systemebene
  • Leiten Sie geeignete Sub-Systeme und eine Architektur ab
  • Zeigen Sie das Verhalten im Betriebs- und/oder Wartungsmodus
  • Wie gehen Sie mit Änderungen um? Analyse und Einfluss auf Anforderungen und Lösung
  • Wie handhaben Sie später Varianten in der Serie?
  • Verifikation und Validation von Sub-Systemen und/oder Systemen

Mögliche Optionen, die die Hersteller individuell dazu wählen können, um die Werkzeuge besser beschreiben zu können:

  • Wie weisen Sie den Business Case nach?
  • Wie verwalten Sie Stücklisten, BOM und Modelle?
  • Wie sieht die Rückverfolgbarkeit aus?
  • Simulation von Thermalhaushalt oder elektrischen Analyse

Informationen zum Tool Vendor Project zum Download als PDF-Datei [klick]