Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) Paderborn, 08. bis 10. November 2017

 

TdSE 2014

Der TdSE2014 in Bremen wird vielen Teilnehmern nach eigener Aussage in Erinnerung bleiben. Neben der neuen TdSE APP Einführung und der online Bewertung von Beiträgen, dem Dinner mit arabischem Essen, den Keynote Speakern, dem World Cafe, den Tool Vendor Projekten und den Sponsoren und Ausstellern, dem SE Vision Talk mit Audioaufnahmen als natürlich auch die Beiträge zu den vielen Themenbereichen des SE – für jeden war nicht nur eine Attraktion dabei.

Diese Ergebnisse motivieren alle Organisatoren mit dem TdSE2015 in Ulm vom 11. bis 13. November 2015 weiter zu machen. Speziell die Keynotes wurden auch in diesem Jahr besonders hervorgehoben und bilden als Industriesicht immer einen geeigneten Einblick in die Welt der SE Applikationen.

Gestartet ist der TdSE2014 mit einem Beitrag von Dr. Christian von Holst (Bild 1), der einen Einblick in das Interface Management und den Einfluss der Umwelt und Nachhaltigkeit auf die John Deere Produkte hat, als auch den wachsenden Bedarf aus der Landwirtschaft immer mehr Menschen mit weniger Ackerland und Wasser verpflegen zu können. Der Einfluss auf die Produkte und den Service auf den Markt ist hier nicht zu vernachlässigen und denen stellt man sich als Systems Engineer natürlich gerne.

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Bild 1: Keynote von Dr. von Holst; John Deere GmbH & Co. KG

Gefolgt von diesem einleitenden Vortrag hat Frau Ingrid Olberding von der GEA Group einen Softskill Einblick über „Lessons learnt“ – der Faktor Mensch im Prozess“ gegeben. Frau Olberding ist vor allem verantwortlich für den Aufbau von neuen Unternehmensbereichen und die Reorganisation von Unternehmen im Rahmen Post-Merger, insb. mit Fokus Entwicklungsorganisation, segmentweite R&D Prozesse und der dazugehörigen Prozesslandschaft. Durch diese Expertise konnte Sie einen Erfahrungsbericht über die Implementierung von Prozessen aus erster Hand geben und hat den Zuhörern einige Tipps gegeben, um Fettnäpfe und anderes im eigenen Umfeld zu vermeiden.

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Bild 2: Keynote von Frau Olberding; GEA Group

Das Tool Vendor Projekt wurde sowohl von den Ausstellern als auch von den Teilnehmern sehr gut angenommen und hat die Diskussionen in den Pausen und in den Tutorials gut unterstützt. Somit fand auch in diesem Jahr wieder ein reger Austausch an den Ständen statt, als auch die Werkzeuge der GfSe Arbeitsgruppen und die offizielle Ausstellung der GfSE Strategie am eigenen Stand.

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Bild 3 Die FAS Arbeitsgruppe präsentiert das Plug-In am GfSE Stand

Traditionell fanden auch in diesem Jahr wieder die Seminare und Tutorials statt, bevor am Donnerstag die eigentliche Konferenz beginnen konnte. Die Tutorials beschäftigen sich mit den Aspekten „Wertschöpfungskettenorientiertes Systems Engineering Management“, „Modellgetriebene Systementwicklung mit Eclipse“, „Von der Vorentwicklung zur Serienreife – TRLs und Systems Engineering“, „MBSE 4 Critical System Familys“ als auch den 2 stündigen Tutorials der 5 Tool Vendor Firmen. Abgerundet wurde der Tutorial Tag mit einem Empfang der Teilnehmer und Gästen.

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Bild 4 vom Tutorial-Tag (Ice Breaker Session) Maritim Hotel Bremen

Der erste Konferenztag begann mit der Begrüßung durch den GfSE Vorsitzenden Sven-Olaf Schulze, der einen kurzen Status und Überblick über den Verein als auch die Aktivitäten und Neuerungen auf internationaler Ebene bei INCOSE dargestellt hat.

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 Bilder 5 und 6: Teilnehmer in den Vorträgen

In den beiden folgenden Tagen wurden in parallelen Vortragsreihen die Erfahrungen und neuesten Ansätze zum Systems Engineering in Beiträgen aus Sicht der Industrie und der Forschung vorgestellt. Das modellbasiertes Systems Engineering, Architektur, Prozessgestaltung und SE Methoden waren hierbei wieder die Kernthemen und fanden sich in mehreren Vortragreihen wieder. Ergänzt wurde das Programm durch ein World Cafe, bei denen die Teilnehmer sich austauschen konnten und die Ergebnisse gleich im Anschluss der Konferenz als direkten Mehrwert mitnehmen konnten.

Die Keynote am Freitag wurde von Matthias Brucke zum Thema „Cyber Physical Systems für Smart Cities oder Industrie 4.0 – Komplexität, Vernetzung und Systemgrenzen?“ gehalten. Herr Brucke hat in einem praxisorientiertem Vortag die Auswirkungen und Möglichkeiten der Vernetzung und Systemgrenzen in einem Open Minded Beitrag gegeben und dabei nicht nur die bestehenden Grenzen von Systemen in Frage gestellt, sondern auch auf die Herausforderungen der Sicherheit (Security) aufmerksam gemacht.

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Bild 7: Herr Brucke; embeteco GmbH & Co. KG

Die Beiträge sind im Hanser Verlag mit der ISBN 13: 978-3446443570 erschienen und können im Internet bestellt werden.

Parallel zum TdSE fand auch die Endrunde zum Studierendenwettbewerb 2014 statt. Dieser wurde für die Integration in den Zeitplan des TdSE angepasst und auch zum ersten Mal konnten Bachelor Arbeiten eingereicht werden. Nach der Präsentation der Arbeiten gegenüber dem Studienpreisausschuss und einigen TdSE Teilnehmern konnte sich Florian Engel von der Hochschule München mit dem Titel „Methode zur vorgelagerten Rentabilitäts-Bestimmung einer ISO/IEC 29110-5-1-1 Einführung“ als Sieger durchsetzen. Auf den Plätzen folgen M. Edelmann von der Hochschule für Technik - Nordwestschweiz mit dem Beitrag „Vollautomatische, robotergestützte Schleiftechnologie in der Armaturenfertigung“, A. Friesinger von der Büchner Hochschule „Entwicklung und Implementation eines Requirement-Engineering-Prozesses bei einem Elektronik Entwicklungsdienstleister“ und Chr. Wölfling von der TU München mit dem Beitrag „Komplexitätsmanagement im Anlagenbau“. Allen Endrundenteilnehmern einen herzlichen Glückwunsch und ein erfolgreichen SE Weg in die Zukunft.

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Bild 8: Die Gewinner und Mitglieder des Studienpreisausschusses