Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) Paderborn, 08. bis 10. November 2017

 

TdSE 2010

Der Tag des Systems Engineering 2010 hatte den Schwerpunkt auf:

Teamführung als Disziplin des SE und

Modellbasierte System Entwicklung und

Innovationen im Bereich Systems Engineering

Die Teilnehmer kamen in diesem Jahr aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und ein Teilnehmer sogar aus den USA, um an der deutschsprachigen Systems Engineering Konferenz teilnehmen zu können. Ein Hauptbeweggrund war auch in diesem Jahr, das die Experten und Interessierten aus vielen unterschiedlichen Bereichen der Industrie kommen und sich zum Thema Systems Engineering auf einem hohen Niveau austauschen wollen und können.

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Bild 1: Ein Teil der Teilnehmer des TdSE 2010

Im speziellen sei hier das modellbasierte Entwickeln (MBSE) erwähnt, bei dem die Mitglieder der GfSE als internationale Experten gelten. Die 3 Tage waren geprägt durch 2 Tage mit Beiträgen von ausgewählten Autoren, die in einem Buch (ISBN 978-3-446-42491-3 im Hanser Verlag) erschienen sind und am ersten Tag durch einen Tutorial Tag mit internationalen Referenten.

Die Tutorials wurden von Prof. Kaindl zum Thema „Scenario-based requirements engineering
facilitating interaction design“ gehalten und wurden durch Kurse von Dr. Hoffmann von IBM (Rational Harmony™  for Systems Engineering – Best Practices for Model-based Systems Engineering), Christian Beul und Volker Lippitz von der Fa. Invensity (Requirements Guided Innovation – Methode zum anforderungsgeleiteten Innovieren) sowie von Lilian Matischok (cross-ing), Susanne Lakoni (cinco.systems) mit dem Titel „Die Geheimnisse der „Mensch-Mensch-Schnittstelle“: Erfolgsfaktoren für interdisziplinäre Teams“ abgerundet.

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Bilder 2 und 3 vom Tutorial-Tag mit Messeständen im Foyer

Der erste Konferenztag begann mit einem eingeladenen Eröffnungsvortrag aus dem klassischen Anwendungsgebiet des Systems Engineering.

image008 Prof. Dr.-Ing. Heinrich Daembkes von Fa. Cassidian Electronics aus Ulm gab in seinem Vortrag eine tiefen und fachlichen Einblick warum nach wie vor Systems Engineering im diesem Umfeld sehr wichtig ist und auch für die Firma Cassidian bleiben wird. Untermauert wurde dieses von Prof. Daembkes durch eine klare Perspektive für Jungingenieure, die sich zum Systems Engineer entwickeln wollen und wie Cassidian standortübergreifend die qualifizierten Systems Engineers weiterentwickeln und schult und schulen will, um für die Zukunft weiterhin auf seine interdisziplinären Aufgaben vorbereitet zu sein. In den beiden folgenden Tagen wurden in parallelen Vortragsreihen die Erfahrungen und neuesten Ansätze zum Systems Engineering in Beiträgen vorgestellt. Diese erstreckten sich vom Anforderungsmanagement über den gesamten Lebenszyklus eines Systems aus den unterschiedlichen Fachbereichen. Einen Einblick gibt das Programm, das sich auf der Homepage befindet.

 

Der Abschlussvortrag am Freitag wurde von Dipl.-Ing. Ralf Hobmeier von Fa. Gisecke und Devrient GmbH in München gehalten. Herr Hobmeier gab einen sehr guten und übergreifenden Einblick, welchen Herausforderungen man sich bei der Implementierung von Systems Engineering in einem kommerziellen Umfeld mit hoher Zuverlässigkeit und Sicherheit stellt. Der Vortrag war ein herausragender Beitrag, das Systems Engineering nicht nur im militärischen Projekten oder auch der Luft- und Raumfahrt nützlich und sinnvoll ist, sondern sich die Ansätze auch in andere Industriebereiche anwenden lassen. Grundvoraussetzung ist hierbei natürlich nicht alles 1:1 übernehmen zu wollen, sondern sinnvoll auf die Umgebung und nötigen Entwicklungsschritte anzupassen. image010

Neben dem attraktiven Programm wurden die Tage durch ein Dinner und Rundgang bei der Weihenstephan Brauerei abgerundet, das die Konferenz auch als Plattform zum Systems Engineering Austausch und zum Netzwerken nützlich ist. Bei der Brauereiführung konnten sich die Teilnehmer auch von der Komplexität der Braukunst überzeugen, denn die Natur lässt viele Parameter in jedem Jahr neu bestimmen, um am Ende immer dasselbe Ergebnis zuhaben.

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